Breite Kräuter locker auf Sieben aus, vermeide direkte Sonne, und wende regelmäßig, damit Restfeuchte entweicht. Dünne Schichten, saubere Leinentücher und feinmaschige Netze helfen, Staub fernzuhalten. Prüfe Bruchtest: Stängel sollen knacken, Blätter rascheln. Fülle erst in Gläser, wenn nichts mehr weich wirkt. Lagere dunkel und kühl, beschrifte mit Erntedatum und Ort. So bleibt der Sommer greifbar, wenn im Tal schon Nebel hängt und die Hütte still wird.
Zerkleinere trockenes, sauberes Pflanzenmaterial, übergieße es mit mildem Öl, entferne Luftblasen, verschließe locker und schüttle täglich. Wärme nur indirekt im lauwarmen Wasserbad, niemals stark erhitzen. Prüfe Geruch und Klarheit, filtere fein, presse schonend, und lagere kühl. Notiere Mengenverhältnisse, etwa eins zu fünf, und halte Hände, Trichter und Gläser makellos sauber. Geduld ist Zutat und Methode zugleich; sie bewahrt Leichtigkeit, bevor Balsame und Einreibungen entstehen.
Tinkturen gelingen mit hochprozentigem Alkohol, sauber bemessen, lichtgeschützt mazeriert, regelmäßig bewegt und sorgfältig filtriert. Essigauszüge bringen spritzige Frische, Oxymel vereint Honig und Essig zu sanfter Harmonie. Honigmazerate mit Fichten- oder Latschenwipfeln duften nach Waldwegen. Notiere Chargen, prüfe Sauberkeit, und achte auf Lagerung. Für Kinder und empfindliche Personen sind alkoholfreie Alternativen oft die behutsamere Wahl, begleitet von fachkundigem Rat und Maß.